Sep
21

Meine Katzen und ich
von furb

 

Meine Katzen und ich

Diese Geschichte könnte ich so beginnen, wie viele andere auch. Ich kann anfangen mit meinen Gründen, kann erzählen von Schicksal, Kindheit, Missbrauch, Unverständnis, Einsamkeit und Selbstfindung. Doch ich finde daran schon nichts Besonderes mehr. Mehr als einmal zu oft habe ich erlebt, wenn selbsterfahrenes Leid wiederum missbraucht wird als billige Rechtfertigung für erneutes Leid. Frei nach der Devise: Ich dir, wie du mir. Dadurch wird vieles anders, aber nicht besser. Das ist mein Grund, dass diese Geschichte mit den Worten Thomas Jeffersons beginne, der einmal meinte: Willst du wissen, wer du bist, so frage nicht, sondern handle, und deine Handlung wird es dir schon zeigen.

Wenn ich gewusst hätte, dass das geht, dann wäre auch manches anders passiert. Ohne Frage. Denn nu, wer anders läuft, kann zeigen, dass es auch anders geht.

Wo du geboren wirst oder wann, und wie du aufwächst, dass kannst du dir schlecht aussuchen. Auch wer du bist, kannst du allein nicht bestimmen. Allein das will ich feststellen, ohne es gleich zu bewerten.

Ich als ganz normaler Mensch habe aus gewissen Gründen irgendwann gewusst. Du willst das. Damit ging es mir zunächst gar nicht gut.

Weil auch ich dachte, kein normaler Mensch träumt von solchen Bildern. Mein Traum, sie mir tätowierenzu lassen, ist doch pervers, odervetwa nicht? Ich fühlte mich einfach unnormal.

Niemand hat jemals zu mir gesagt, ich darf das nicht. Außer ich. Auch hat keiner gesagt, tu es. Nur ich. Heute weiß ich, wer ich bin. Nur weil ich es gewagt habe. Ich trau mich, ich zu sein. Ende.

Und Schluss. An dieser Stelle könnte ich aufhören. Ich bin ich. Das muss reichen. Was wollt ihr alle überhaupt von mir?

Das würde eine andere Geschichte, nicht meine. Da eben diese normale Denke, alles gut oder böse zu nennen, mich hat verzweifeln lassen, erzähle ich weiter. Der Einen unter euch wird ein ähnliches Problem haben, der Andere will hingegen wissen, weshalb jemand wie ich so etwas tue. Und wenn sich der Nächste darüber totlacht, oder du einfach denkst, wie irre das denn ist.

Alles gut. Ich denke dasselbe, fühle schon mit, verstehe es auch. Und im selben Augenblick denke ich meinen eigenen Teil, fühle mich mutig und stolz auf meinen Mut, und verstehe mich. Für all das bin ich so dankbar!

Mir gehts hierbei halt um Ganzheit. Wir sind alle so normal, uns über Dinge zu wundern, die wir nicht verstehen. Wir wollen aber verstehen. Weil wir Menschen sind. Anders als alle anderen Tiere fragen wir uns so etwas wie "Warum ist das so?"

In Wahrheit ist diese Neugier nur Zeitverschwendung. Denn was ist schon Wahrheit? Zumal, Herrschaften, gibt der Mensch endlich Ruhe, wenn er die Antwort hat?

Also, ich als Mensch (als wer auch sonst!?) bin da zumeist stinknormal: und frage dann erst recht weiter. Eine Antwort provoziert neue Fragen. Und so fort.

Jetzt kann ich natürlich alle meine Tage damit zubringen. Habe ich ja etwas zu tun. Weiß jedoch schon jetzt, niemals werde ich alle möglichen Antworten gefunden haben. Welch ein Widerspruch.

Nicht der erste, vor dem ich stehe. Jaja, meine Neugier. Neu-Gier. Ich giere nach Neuem. Neuen Erkenntnissen. Gierig wie sonstwas!

Stunden vergehen, Tage, Jahre. Ich giere von einer Frage zur nächsten und bereits zur Überübernächsten. Eben immer und immer weiter.

Immer weiter!

Und immer weiter weg. Von hier, von mir. Eines Tages, ganz weit weg, irgendwo im Nirgendwo, dort bleib ich stehen. Ich habe auf einmal keine Kraft mehr. Alle verbraucht. Verrannt in meinem Dauerlauf, in dem die Zeit gleichfalls verronnen ist.

Irgendwo, irgendwie und irgendwann, dann habe ich mich unterwegs verlaufen. Hier und jetzt fühle ich mich so verloren in dem Mehr an Fragen und Antworten.

Wieder finde ich mich jetzt im Fragenmeer. Wo bin ich? Ist da jemand? Hallo?

Mensch! Mann! Oh, mein Gott! Ruf doch mal an, wen du magst; und dann verrat mir aber auch, was dein Telefonjoker erzählt hat!

Was? Wie? Echt? Leck mich am Arsch, du hast wirklich mit Ihm gesprochen gehabt!?! Mit Herrn Ichweißalles?

Und? Was hat der Allerallerallerhöchste dir denn so gesagt? Sag nichts! Ich sage, er hat dir die letzte Wahrheit geoffenbart. Mein Gott! Das Wunder geschieht! Endlich, endlich! Was war es denn jetzt nun? Hä? Sagvdoch endlich!

Ach so, ja, du wolltest mich nicht unterbrechen. Ich muss ja nicht reden, sondern zuhören. Also, ich höre, was sagt ER?

"Kein Anschluss unter dieser Nummer."

Lala lala. Ich drehe durch. Da habe ich tatsächlich alles Mögliche getan. Ich habe alles gemacht, was ich kann. Alles gegeben, was ich habe. Nein, was ich hatte. Das habe ich ja schon nicht mehr. Dafür habe ich die Antwort auf alle Fragen: Es gibt keine. Nichts.

Neue Frage: Ist also alles sinnlos?

Stopp! Halt an, halt mal endlich den Mund, und hör einfach mal zu! Du Mensch.

Dass sich so vieles so widersprüchlich anfühlt, davon habe ich bereits gesprochen. Einen Widerspruch auflösen zu wollen, das ist uns Menschen naturgemäß so eigen, dass ich nicht der Erste, noch der Letzte sei, den es umtreibt. Schlauere Köpfe als meiner nannten dies schon vor dreitausend Jahren Dialektik. Und jene Griechen haben.auch erkannt, eine Medaille hat zwei Seiten, aber es ist dieselbe!

Einfacher gesagt, meine ich auch, dass in puncto meiner Furryaffinität die sich widersprechende normale und besondere Seite im Grunde zusammengehören, ja eins sind. In meinem eignen Erleben habe ich bereits den normal menschlichen Fehler getan, mich voll und ganz auf eine dieser zwei Seiten schlagen zu wollen. Genau wie ich es bei anderen Furries auch erlebe:

Da ist der kleine stinknormale Chris, der ja lernt was sich gehört. Und sich als Löwe zu fühlen; wie unanständig ist das den? Was sollen die Leute denken, dich im Plüschkostüm zu sehen? Schäm dich!

Tue ich schon. Sowieso. Papa, Mama, Frau X, Herr Y, Leute, ihr habt ja so Recht: Normal ist das nicht, die Norm ist, man tut nicht ein Löwe.

Der Löwe denkt nicht. Er hat keine Manieren. Er ist böse und gefährlich. Frisst Menschen. Tötet Löwenbabies. Damit dieser Pascha die Löwin umso früher besteigen kann. Tierisch, echt, bestialisch. Bist du so?

Nein. Ich bin ein Mensch. Ein Bürger der westlichen Zivilisation. Kultiviert. Wussend, was sich schickt. Wir sind ja schließlich die Guten. Der Schöpfungs Krone sind wir.

Wir tun unsere Arbeit, die wir nicht wollen, um das Geld zu verdienen, das wir nicht brauchen, um uns Sachen zu kaufen, die uns nicht gefallen, aber unsere Nachbarn neidisch machen, die wir nicht mögen.

So lässt sich der Widersinn von unserm Selbstverständnis auf die Spitze getrieben beschreiben. Bin ich so?

Nein. Will ich so werden? Ist doch normal! Da bin ich doch viel lieber der Löwe. Einer wie er scheißt aufs Geld. Nimmt was er braucht. Nicht mehr. Vernichtet nicht seinen Lebensraum. Kämpft zwar, ohne sich jedoch gleich selber auszurotten. Hasst nicht.

Allein das Tier tut nichts Böses, weil es es nicht erkennen kann. Ihm fehlt die Erkenntnis, was Gut und was Böse ist. Es denkt normalerweise nicht. Ein Löwe nie. Er lebt bloß nach seinem Trieb. Keine Intelligenz. Ohne Selbsterkenntnis. Das da eher Delfine und Schwertwale oder Schimpansen und Bonobos haben. Und du.

Und ich. So sind wir. Mensch und Tier. Nicht irgendwer. Nur wir. Nicht irgendwie. Nur so. Wie wir. Das sind wir. Nun einmal.

In die Welt. Eine Welt, wo wir mit dem Geld, das wir nicht haben, die Dinge kaufen, die wir nicht brauchen, um so Menschen zu imponieren, die wir nicht mögen. Auf der wir vollkommen normal Frieden, Freiheit und Wohlstand genießen können, ohne es zu tun. In diese Welt bin ich gekommen. Als Mensch. Nicht der Erste, noch der Letzte. Aber einzigartig. Und mit einerveigenen Art. Wie jeder von uns sie auch an sich hat. Normal.

Deutschland, heute. Demokratisch und kapitalistisch. Nicht das Beste. Und doch das Beste, das wir je gehabt. Mit einmaligen Werten und Normen. Als Rechsstaat. Pflichten und Rechte für jeden einzelnen.

So wie das Recht, eine Meinung zu haben. Auch eine andere. Sie zu haben. Und auch zu sagen. Anders als anderswo! Und was tun wir, was fangen wir mit unserer Freiheit an?

Wir sitzen im Schrank. Und sind zufrieden. Alles ist schon schön normal. Unsere Gedanken liegen in den getrennten Schubladen. Wir denken, also sind wir. Normal.

Wir denken. Wir wollen denken, wir seien normal. Nur nicht zuviel denken! Das ist ja pervers. Außerdem wird dabei sowieso nichts Anderes herumkommen. Alles Andere ist für die Katz.

Die Katz do! Igitt, i kotz glei! Schau sie dir an, wie sie da liegt und sich die Eier leckt. Pfui! Schäm dich, du dreckiges Vieh!

Was meinst du? Sie putzt sich? So? Das mache ich aber anders. Ich stinke? Ach so. Aber das tun doch alle. So, und nicht anders! Das ist normal.

Denn
Ist jemand
Nicht schwarz
Nicht weiß
Und weiß ich
Nicht mal
Wie er heißt
Ich gebe nichts
Auf diesen Scheiß
Alles Andere
Darf nicht sein
Das muss raus

Kein Platz im Schrank
Die Mass ist voll
Gibt es nicht
Diese Norm
R wie Regelung
Nicht Regenbogen.
Bunt
Das sei des Teufels
Normal

Normal. Das denke ich auch. Ich denke aber auch. Mit. Mitunter kann ich dann nicht anders, als zu denken. An das ganz normal Perverse in der Welt.

Unsere Welt. Uns. Wir alle. Wir Menschen, die wir meinen zu denken. Wir denken an die Anderen; diejenigen, die so anders sind. Nicht ganz normal. Wir verstehen sie nicht.

Warum? Daran denken wir nicht. So nicht. Und schon gar nicht an das andere Normale.
Die normale Welt. Vergifted und verwüsstet. Die normale Gesellschaft. Gierig und selbstsüchtig. Der normale Nachbar. Nett und anständig. Aber seine unnormale Tochter! Unanständig und komisch. Warum? Weshalb? Vernachlässigt und missbraucht. Das ist pervers! Das ist normal.
Menschen wie du und ich, schlauer wie du, schöner als ich, sie haben schon immer auf diesem Bonbon herumgekaut. Gekaut und gekaut, gekaut und verdaut, ausgespien und ausgeschissen. Fuck. Der Drops ist gelutscht.

Die Scheiße ist die, die Menschen brauchen eine Antwort, einen Sinn. Irgendeinen, und wenn nicht den, so wenigsten den Anderen. Darum bin ich Mensch, nenne mich Krone der Schöpfung. Bloß, weil ich das einzige Tier bin, das sich fragt, warum es gerade gegen den Baum pullert. Toll, du, Troll.

Während dessen haben wir uns einen tollen Schrank gebaut. Schön eckig, und mit lauter netten Schubfächern. Wegen Einordnen, ist doch logisch! Das ist normal. Alles voll normal.

Und immer alles schön in Ordnung, fein, der Reihe nach. Abgewertet, abgestempelt, abgelegt. Das verstehe ich Das kenne ich. Das ist normal.

Das alles von A bis Z: A wie Anfang - M wie "Macht man so!" - F wie Freak... Richtig, das Schema F, da passt schon all das hinein, was ich nicht verstehen kann. Oder will? Ist mir doch Conchita. Was nicht einmal in diese Schublade passt, das gehört aussortiert. Kapiert?!?

Was ist das denn?
Ich sehe hier ein paar fröhliche Kätzchen.
Aber warum haben die denn alle geschwollenen Nüsse?
Frag sie doch! Katzen sprechen normal nicht. Mir haben sie es auch nicht nicht verraten.
Vielleicht gehen ihnen dumme Fragen auf den Sack. Oder sie haben gerade die Eier, es zu zeigen. Sie haben auch große Pfoten. Und süße Augen.
Warum das denn? Klötenkater, die wollen nur provozieren.
Warum? Ich meine, die wollen nur spielen.
Was für ein Spiel? Wer hat die Dicksten?
Oder sie kompensieren einfach deine Intoleranz? Ich finde sie versaut, exhibitionistisch und pervers!
Wenn du meinst, ich finde das nicht. Sie sind schön. Wahre Kunstwerke. Ich finde dich dafür verklemmt, intolerant und verlogen.
Ich lüge nicht, ich sage, was ich denke.
Und du willst sie nicht sehen. Dann guck weg! Sie sind da.
Ich glaube, dass willst du auch nicht. Das ist deine Lüge. Wenn du gehen willst, geh, es bleiben dann halt nur die, welche uns ertragen.
Wir halten das aus. Ihr auch?

Es ist, wie es ist. Menschen lieben, Menschen hassen. Aber wir leben. Wir wollen alle glücklich sein. Das haben wir alle gemein.

Doch nicht ein Ei gleicht dem Anderen. Jeder Mensch ist etwas Besonderes. Jeder einzelne von uns hat eine Art, seine Art und seine Art Glück. Jedem das Seine, denn Platz ist genug da für alle. Haben wir Respekt davor. Und nichts Anderes. Ganz normal anders.

Als mir mit den Jahren immer klarer wurde, das ist es, wuchs auch der Schmerz. Die Selbstverletzung, sich mit 1001 Gedanken zu quälen, was denn dann die Leute denken.

Klagen will ich hier überhaupt nicht. Auch diese Medaille hatte nun einmal ihre zwei Seiten: Auf der Einen freue ich mich Manieren gelehrt bekommen zu haben. Ich verstehe, dass der, der sich gar nicht an die Spielregeln hält, von seinen Mitspielern rausgeschmissen wird. Fair oder nicht. So ist das Leben. Jedenfalls funktioniert so unser menschliches Miteinander.

Und wenn ich die Regeln kenne, weil ich das Spiel mitspielen will, muss ich sie einhalten. Das Spiel von Leben, Familie, Ehe, Freundschaft Beruf, Gesellschalt und so. Weder kann ich diese Regeln ändern, geschweige denn neue aufstellen.

So weit, doch eben nicht so gut. Da ist doch noch das eine, nicht gerade kleine Stück, das mir noch fehlt zu meinem Glück.

Andererseits habe ich das Glück, in einem der freieren Länder der Welt zu wohnen, wo ich ganz nach Immanuel Kant verdammt viele Möglichkeiten habe, mich insoweit zu verwirklichen, als ich meinen Mitmenschen in Ruhe lasse. Leuchtet ein. Will ja auch meinen Frieden.

Der war noch weit weg. Ich suchte weiter und traf immer wieder solche schräge bunte Vögel wie mich. Manche sind mir auch zu skurril. Andere sind allein oder einzig in ihrer Gruppe zu Hause. Einsiedler bin ich keiner zwar mehr, gehöre aber auch nicht zu Sorte, die das alles nur so mit sich ausmachen können, dass die Umwelt nicht davon mitbekommt.

Weil sie sich schämen? Ich habe mich geschämt. Und kann schamlose Menschen persönlich nicht ausstehen!

Meine gesunde Scham hat mich gleichzeitig unglücklich gemacht. Ich, mein eigenes und einziges Hindernis. Ich schämte mich meiner Gefühle, meines ungewöhnlichen Traums und damit meiner selbst. Irgendwann fühlte ich mich krank.

Mich allem anzupassen und mein Gefühl zu verurteilen haben mich vom Selbsthass nicht heilen können. Auch so ein beliebtes Spiel, solche Probleme als Hobbypsychologe lösen zu wollen. Zwar habe ich für mich allerlei Zusammenhänge erkannt, aber ein Architekt allein macht noch keine Brücke.

Ich habe mein Problem solange gedreht, bis quasi wieder am Anfang war. All das Wissen schön und gut, die Lösung war nicht dabei. Ich muss wieder an Jefferson denken und was er so meinte.

So viele schöne Dinge, die ich gar nicht habe will. Ich brauche niemanden, der mir erklärt, wie ich glücklich werde. Eine der letzten meiner Fragen war, ob ich denn allen gefallen wollte. War denn ihre Meinung über mich wichTiger als meine von mir selbst? Die Antwort war und ist ein klares Nein. Alles hat Grenzen. Sowohl mein Spleen als auch dessen Bewertung.

Lass sie denken und reden, was sie wollen! Sie tun es ohnehin genau wie ich und du.

Ich nenne das gern Stempelkissenprinzip. Normalerweise drücken wir allem unseren Stempel auf. Wenn ich schon von viele abgestempelt werde, soll es zumindest mein eigener Stempel sein.

Wie mir das klar wurde, entschied ich mich für meinen Weg. Wo es klar war, tat ich den ersten Schritt und ließ mir die erste Katze auf die Haut nadeln.

Und wenn ich noch eines bemerken darf, darf ich: Bilder meiner Katzen in öffentlichen Galerien wiedergefunden zu haben, hat mich weit weniger aufgeregt als geglaubt.

Mehr noch fand ich die offene Diskussion über sie überraschend lehrreich. Aus der Anonymität sprechen viele Leute erst day aus, was sie wirklich denken.

Wie krass auch immer manch Kommentar war, an sich war nicht viel Neues darunter. Kaum ein kritischer Punkt, der mir nicht auch schon in den Sinn gekommen war.

Es ist fast so, als ob mit dem eigenen Knoten auch alle anderen aufgegangen sind. Mir ist nicht gleich, was die Anderen über meine Tattoos denken, es tut mir aber auch nicht sehr weh. Der Wahnsinn!

Vielleicht haben mich ins Besondere gewisse Bemerkungen noch ein klein wenig gestärkt. Ich darf stolz auf die Miezen sein. Bin ich auch. Trage sie mit echtem Stolz.

Über den eigenen Tellerrand zu schauen, macht echt Sinn. Es lenkt vom ewigen Kreisen um sich ab. Und du merkst erst, was bei Anderen so abgeht.

Da habe ich tätowierte Bilder entdeckt, da dachte ich auch: "Mein Gott, wie peinlich!"

Ich bin nur ein Mensch, doch die Würfel sind gefallen. Ich respektiere solche für mich untragbaren Tattoos ebenfalls. Mit ihnen teile ich die Courage. Ich trau mich, ich selbst zu sein. Das macht mich glücklich, gibt mir Kraft und endlich meinen Frieden.

FurB






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