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Mögliche Gefahren beim Piercing |
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Geschrieben von Frankyboy
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Montag, 6. August 2007 |
Piercen ist für viele das normalste auf der Welt, es gehört zu unserem Alltag wie shoppen, zum Friseur gehen und andere Sachen. Die Gefahren dabei werden oft übersehen, oder nicht beachtet. Damit ihr wisst, was auf euch zukommen könnte, gibt es hier eine kleine Beschreibung von möglichen Gefahren beim Piercing.
Die Einnahme von Koffein oder Alkohol und anderer Drogen, sowie blutverdünnender Medikamente vor dem Stechen kann den Kreislauf und die Blutgerinnung beeinträchtigen.
Wird das Piercing nicht fachgerecht vorgenommen, kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Bei allen Formen des Piercings kann es zu lokalen Schwellungen kommen, die meist nach einer Weile abklingen. Piercings durch den Ohrknorpel führen leicht zu Entzündungen. Beim Augenbrauenpiercing und beim Nasenflügelpiercing können Ausläufer des Trigeminusnervs getroffen werden. Piercings im Dammbereich können bedingt durch längeres Sitzen zu dauerhaften Entzündungen führen.
Piercings im Mundbereich (Zunge, Lippe, Lippenbändchen) bergen ein hohes langfristiges Gefahrenpotential für Zähne und Zahnhalteapparat. Der Schmuckknopf eines Zungenpiercings führt relativ häufig zu Traumatisierung der zungenwärts gelegenen Zahnhöcker, was zu Zahnfrakturen und Absterben des Zahnmarkes führen kann. Die innen gelegene Konterplatte von Lippenpiercings drückt bei ungünstiger Lokalisation bei jeder mimischen Bewegung auf das Zahnfleisch und den darunter liegenden sehr dünnen Alveolarknochen. Da Knochen auf Druckbelastung schwinden, kann es so zu Zahnlockerungen bis hin zum Zahnverlust kommen. Ähnliches gilt für Piercings des Lippenbändchens.
Ein nicht vollständig abgeheiltes Intimpiercing erhöht, wie auch jede andere offene Wunde im Genitalbereich, die Gefahr einer Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten, z. B. Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV. Beim Prinz-Albert-Piercing wird der Ring durch den Ausgang der Harnröhre zur unteren Seite der Eichel des Penis gezogen. Zu dünne Ringe bis ca. 2 mm Materialstärke bergen die Gefahr des „Käseschneidereffekts“: bei mechanischer Belastung kann der Schmuck durch das Gewebe schneiden und das Piercing reißt aus. Bei ausreichender Materialstärke kann ein Prinz Albert allerdings recht belastbar sein. Bei zu engen Ringen kann es zu Quetschungen kommen.
Bei Temperaturen unter -10°C kann es bei offen getragenen Piercings aus Metallschmuck zu Erfrierungen kommen, da Metall sehr kalt werden kann und Wärme besser ableitet als organisches Gewebe.
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