Tätowierungen sind Bilder, die unter die Haut gehen...
Geschrieben von Saskia   
Donnerstag, 13. September 2007

Fast jeder hat eins und viele wünschen sich eins. Die Rede ist von den Bildern für die Ewigkeit, den allseits bekannten Tattoos. Ob es sich dabei um kleine Delfine, Portraits oder großflächige Tribals handelt sei ersteinmal dahingestellt. Tatsache ist aber, das sie mittlerweile in jeder Alters- und Geschlechtskategorie zu finden sind.

Das Prinzip des Tätowierens ist ganz einfach: Mit verschiedenen Methoden werden Farbpigmente, natürlicher oder künstlicher Art, in die Haut eingebracht.

Die Kunst dabei ist, das Bild in die richtige Hauttiefe zu stechen. Bleibt das Motiv zu weit an der Oberfläche, verblasst es durch die Zellerneuerung und verschwindet schließlich, wird es zu weit unten platziert, „waschen“ Blutungen die Farben mit der Zeit aus.

Die genauen Ursprünge des heutigen Tätowierens sind nicht eindeutig festzustellen. Vermutlich gehen die dauerhaften Körperbemalungen aber auf alte rituelle Praktiken verschiedener Kulturen zurück. Viele Stammesgesellschaften kennen auch heute noch das schmerzhafte Verzieren des Körpers. Die „Mokos“ der neuseeländischen Maoris beispielsweise sind Kennzeichen für Stammeszugehörigkeit und Ansehen. Hier wird das Tattoo noch immer eingeklopft. Mithilfe eines kleinen Hämmerchens werden so verschiedene Pflanzensäfte in die Haut eingebracht.

Dieser traditionellen, sehr schmerzhaften, Methode stehen modernere Verfahren gegenüber. Besonders im Gefängnismilieu ist das Einritzen der Haut mit verschiedenen Nadeln bekannt. Hier bei uns werden elektrische Tätowiermaschinen verwendet, die mit einer Geschwindigkeit von bis zu 3.500 Bewegungen die Farbpigmente in die Haut stechen. Die Gründe, sich ein lebenslanges Bild in die Haut stechen zu lassen, sind ganz unterschiedlich. Tätowierungen sind die sichtbaren Anzeichen eines gelebten Lebens. Sie verbildlichen bestimmte prägende Ereignisse oder markieren die eigene Persönlichkeit. In einigen Fällen dienen sie auch zur Charakterisierung bestimmter Gruppen.

Das eigene Motiv zu finden ist nicht immer leicht. Soll nun das eigene Haustier oder der aktuelle Freund realistisch abgebildet werden? Oder verlässt man sich ganz und gar auf die Kreativität des Tätowierers und wählt eine der zahlreichen Motivvorlagen? Das Tätowieren selbst ist machmal auch mit Schmerzen verbunden. Besonders an den Körperstellen, die nur von sehr dünner Haut bedeckt sind (Innenseite der Oberarme, Nacken,) oder wo der Knochen sehr dicht unter der Hautoberfläche liegt (Knöchel, Wirbelsäule) kann es sehr unangenehm werden. Aber wie heisst es so schön, wer schön sein will muss leiden.

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Kommentare (1)Add Comment
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geschrieben von Aizy, 13. September 2007
Ich finde man hätte hier ein wenig mehr auf die Methoden eingehen können aber ansich finde ich den Artikel nicht schlecht smilies/smiley.gif

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